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SweetMail – Sonstiges

Ein paar weitere Informationen über SweetMail in loser Reihenfolge...
 

Thread-Anzeige

SweetMail kann Mails in einer sog. »Thread-Anzeige« darstellen.
Somit werden ursprüngliche Nachricht und Antwort direkt beieinander aufgelistet, in hierarchischer Anzeige. Besonders nützlich ist dies, um dem Diskussionverlauf in einer Mailingliste folgen zu können.

Sweet Mail - Thread-Anzeige
Die Thread-Anzeige

Um die Threads richtig aufbauen zu können, greift SweetMail auf die »In-Reply-To«-Information und optional zusätzlich die »References« des Mailheaders zurück.
Sollten diese Automatiken versagen, kann man manuell sortieren.
 

Virtuelle Ordner

Neben den standardmäßig angelegten Ordnern Eingang, Ausgang und dem Papierkorb sowie den selbstangelegten Ordnern kennt SweetMail drei virtuelle Ordner:
Alle, Ungelesene und neu erhaltene Mails.
Das ist ziemlich selbsterklärend, aber trotzdem: Egal, in welche Ordner man seine Mails einsortiert hat, mit Hilfe der virtuellen Ordner erhält man eine Liste der ungelesenen oder aller vorhandenen Mails.

Der virtuelle Ordner der neu erhaltenen Mails öffnet auf Wunsch automatisch ein Fenster, wenn neue Mails eintreffen.
Und hier kommen wir zu dem Punkt, den ich eingangs erwähnt habe: Dass eine Mehrfenster-Benutzeroberfläche manchmal sogar platzsparender sein kann, als das System der eingeteilten Fenster, das man (leider) heutzutage in fast allen Mailern findet: Man kann, wenn man es will, im Alltagsbetrieb alle SweetMail-Fenster schließen – beim Eingang neuer Mails öffnet sich dann das Fenster mit den eingetroffenen Mails, welches man bei Bedarf ja auch recht klein machen kann... in diesem Moment braucht man wohl keine Listen der Ordner oder irgendwelcher anderer Mails: Platzsparender geht es kaum.
 

Suche

Auch, wenn man seine Mails noch so gut organisiert – irgendwann muss man sich doch auf die Suche nach einer ganz bestimmten Mail machen.
Neben einer recht einfachen Suchfunktion bietet SweetMail auch die Möglichkeit, die Suche auf bestimmte Ordner, ein bestimmtes Datum oder einen Zeitraum etc. einzugrenzen.
Der folgende Screenshot dürfte eigentlich alles aussagen, was diesbezüglich wichtig ist.

Sweet Mail - Erweiterte Suche
Die erweiterte Suche
 

Mehrbenutzerbetrieb

SweetMail kann man auch mit mehreren Benutzern verwenden, auch wenn kein »echter« Multiuser-Betrieb vorgesehen ist. So ist es hier nicht möglich, innerhalb des Programms den Benutzer zu wechseln.

Unter MacOS X erhält jeder im System angemeldete User seine eigene SweetMail-Umgebung. Mangels OS X kann ich nicht sagen, ob es auch irgendwie möglich ist, dass zwei oder mehr User auf die gleiche SweetMail-Umgebung zurückgreifen.

Unter klassischem MacOS wird der Mehrbenutzer-Modus durch einen kleinen Trick aktiviert: Man dupliziert den kompletten SweetMail-Datenordner (»Mail Spool«). Das Duplikat sollte man dann umbennen, z.B. in »MailSpoolPeter«.
Anschließend startet man das Programm per Doppelklick auf eine beliebige Datei innerhalb des Ordners MailSpoolPeter. Nun kann SweetMail einrichten, wie man will – das Ergebnis wird mit allen Einstellungen im Ordner MailSpoolPeter gesichert.

Nun sollte man zwei Aliase im Finder plazieren: Das eine verweist auf die SweetMail-Programmdatei; dieses startet SweetMail mit den Einstellungen und Mails des Default-Users. Das zweite verweist auf eine beliebige Datei im Ordner MailSpoolPeter; dieses startet SweetMail mit den Einstellungen und Mails des zweiten Users.

Sicherlich ist das nicht die beste Methode.
Aber immerhin ist es überhaupt möglich, SweetMail mit verschiedenen Benutzern einzusetzen.
 

X-Faces

SweetMail unterstützt X-Faces. Das sind s/w-Bilder in der Größe von 48 x 48 Pixel, die im Header der eMail eingefügt und von diversen Clients angezeigt werden können. Sicherlich ist das nichts weiter als eine kleine Spielerei, aber auch das kann ja mal ganz nett sein...

Sweet Mail - X-Faces
Ein X-Face in SweetMail

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass X-Faces zwar ganz witzig, aber letztendlich sinnlos und somit Bandbreitenverschwendung seien. Das ist natürlich schon richtig, aber schließlich verbraucht so ein X-Face in der Regel deutlich weniger als ein KiloByte. Ich selbst erhalte ständig eMails mit HTML-Teil, die genauso gut als reine Textmail hätten verschickt werden können – dabei wird deutlich mehr Bandbreite verschleudert.
Nur ganz nebenbei, fertige X-Faces findet man u.a. auf www.sabon.org/x-face/, und offensichtlich kann man auch Apple Mail X-Faces beibringen, wenn man die aktuelle Version von MailPictures installiert.
 

Individuelle Oberflächengestaltung

Fast alle Ressourcen (Icons, Hintergrund der Toolbar, Fortune Cookies) von SweetMail lassen sich an individuelle Wünsche anpassen, auch abhängig vom jeweiligen User (s.o.: Mehrbenutzerbetrieb).
Da ich selbst keinen Bedarf dafür und diese Möglichkeit deshalb nur kurz getestet habe, ist die folgenden Beschreibung mit Vorsicht zu geniessen:

Diese Beschreibung bezieht sich auf das klassische MacOS.
Ich habe keine Ahnung, was unter MacOS X zu tun ist, bin für entsprechende Hinweise aber dankbar.
 

... und was noch?

Man kann verschiedene Signaturen verwenden und verschiedene Vorlagen (templates) einrichten (Vorlage für neue Mails des Accounts A, Vorlage für Replies des Accounts B etc.).
Für die Listendarstellung, für das Schreiben von Mails, für empfangene Mails und für den Ausdruck sind jew. eigene Fonts einstellbar.
Natürlich gibt es ein kleines Adressbuch.
SweetMail beherrscht »POP before SMTP« und »SMTP Authorization«.
Die Tastaturkürzel der Menübefehle können frei editiert werden.
Man kann eine ausgehende Mail auf eine bestimmte Größe limitieren – ich hab's noch nie gebraucht, aber wer regelmäßig Mails auf Handies sendet, wird dafür sicher dankbar sein.
Eine Rechtschreibpfüfung in diversen Sprachen kann über das frei erhältliche Excalibur integriert werden.
Ach ja – ich habe derzeit mehr als zwölftausend eMails in SweetMail gespeichert, was bisher weder zu Problemen, noch zu einer Geschwindigkeitsverminderung geführt hat.  
 

Da ich ja ein großer SweetMail-Fan bin, habe ich den bisherigen Text mit Freuden geschrieben. Aber um einen einigermaßen objektiven Bericht abzuliefern, komme ich leider nicht umhin, jetzt auch mal auf ein paar Nachteile einzugehen...
 

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